Kiepenheuer-Institut für Sonnenphysik

Das KIS betreibt Grundlagenforschung in der Astronomie und Astrophysik mit besonderem Schwerpunkt in der Sonnenphysik und ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Wir betreiben federführend die Sonnenteleskope im Observatorio del Teide auf Teneriffa, sowie das alte Sonnenobservatorium auf dem Schauinsland bei Freiburg. Ebenso bieten wir Lehrveranstaltungen an der Universität Freiburg und bilden wissenschaftlichen Nachwuchs aus.

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Am 9. Mai läuft Merkur – von der Erde aus gesehen – direkt vor der Sonne vorbei. Damit dies geschehen kann, muss die Erde an einer der beiden Positionen stehen, an denen ihre Bahnebe die Merkurbahnebene schneidet. Dies geschieht jedes Jahr zwei mal: Um den 8. Mai herum und um den 10. November herum. Außerdem muss sich zum gleichen Zeitpunkt auch Merkur an dem entsprechenden Punkt seiner Bahn befinden. Dies geschieht nur alle paar Jahre. Im 21. Jahrhundert gibt es 14 Transits: 5 im Mai und 9 im November. Der letzte Termin war November 2006 und der nächste Termin wird im November 2019 sein. Merkurs Winkeldurchmesser (12 Bogensekunden) ist zu klein, als dass das Ereignis mit bloßem Auge zu beobachten wäre, aber mit den Sonnenteleskopen des Kiepenheuer-Instituts auf Teneriffa wird man den Transit beobachten. Er beginnt um 13:12 MESZ und endet um 20:40 MESZ. Während dieser Zeit wird man Merkur einerseits als Testobjekt benutzen, um die optischen Eigenschaften der Teleskope zu bestimmen, andererseits wird man versuchen die extrem dünne Atmosphäre des Merkur zu vermessen. Insbesondere weiß man seit 1985, dass Merkur eine hauchdünne Hülle und einen Schweif aus Natrium und einigen anderen Atomen besitzt, der vor allem durch die solare Einstrahlung erzeugt wird. Die Messungen sollen Aufschluss über die Teilchendichte des Natriums dicht über der Planetenoberfläche geben....

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